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Januar bis April 2017

Mai bis August 2017

Di 14.11.2017 | 17.00 Uhr | ABSCHLUSSKONZERT DER
14. LEIBNIZ-FESTTAGE 2017 „LEIBNIZ UND DAS JUDENTUM”
 
Eine Veranstaltung der Stadtakademie an der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nieder­sachsen und Concerto Foscari in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Corona Aurea. Leibniz und die Kabbala Denudata

Mit einer Einführung von Prof. Dr. Peter Antes
Musik: Concerto Foscari   Leitung: Alon Sariel

Das zweibändige Kompendium Kabbala Denudata ist das Ergebnis eines Editions- und Übersetzungsprojektes von Texten der jüdischen Mystik, das wesentlich von dem in Sulzbach ansässigen Christian Knorr von Rosenroth betrieben wurde. Die Deutungen kabbalistischer Texte lernte Gottfried Wilhelm Leibniz durch die Bekanntschaft mit Knorr von Rosenroth kennen. 1687 reiste er nach Sulzbach, um mit ihm Fragen der Kabbala zu erörtern.

Das Ensemble Concerto Foscari spannt mit Werken von u. a. Matthew Locke, Thomas Preston, Adam Jarzebski, Samuel Scheidt sowie Kompositionen aus dem Bezugsrahmen der jüdischen Mystik in Safed (Galiläa) einen musikalischen Bogen zu den Herkunfts- und Wirkungsstätten der jüdischen und christ­lichen Autoren des Kompendiums.

Concerto Foscari vereint junge, international agierende MusikerInnen mit hoher Affinität zu der Musik des Barock in dem Wunsch, generationsübergreifend Menschen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und das Konzerterlebnis zu begeistern. Zur Aufführung kommen überwiegend selten zu hörende oder in Vergessenheit geratene Werke, gespielt auf Originalklang-Instrumenten.

Anmeldung unter: Tel. 0511.1267-303/304 oder direktion@gwlb.de

Mi 8.11.2017 | 13.30–18.00 Uhr | HERBSTAKADEMIE
der Akademie für Leseförderung Niedersachsen

Peer to Peer: Kinder und Jugendliche als Akteurinnen und Akteure in der Leseförderung


Peers (Gleichaltrige) haben einen positiven Einfluss auf das Leseverhalten und die Lesemotivation von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen dieser Tagung sollen wissen­schaftliche Erkenntnisse und gute Praxis­beispiele, vorwiegend aus Niedersachsen, vorgestellt werden. Im Anschluss an zwei wissenschaftliche Fachvorträge erfolgt die Präsentation von Praxisbeispielen im Rahmen von Werkstattgesprächen:
 
Werkstattgespräch I. Mit Vorlesen und Schreiben Interesse am Lesen wecken
Werkstattgespräch II. Lesekultur gestalten: von Schülern für Schüler
Werkstattgespräch III. Aktive Teilhabe: Kinder und Jugendliche als Leseexpertinnen und -experten
In den Werkstattgesprächen werden sich jeweils drei Projekte für je eine halbe Stunde präsentieren.

Anmeldung unter: www.alf-hannover.de

Do 02.11.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG
im Rahmen des Programms der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Prof. Dr. Wilhelm Schmidt-Biggemann (Berlin)

Leibniz, Kircher und die Geschichte des Lullismus in der Frühen Neuzeit

Leibniz hat Zeit seines Lebens daran gearbeitet, die Kombinatorik als Methode einer mathematisierten Universalwissenschaft, der "Characteristica universalis" zu fassen. Von seiner frühen "Dissertatio de arte combinatoria" (1666) bis zu den Skizzen "Apokatastasis panton" und "De L'horizon de la doctrine humaine" aus seinen letzten Jahren versuchte Leibniz, die Gesamtheit möglichen Wissens formal zu bestimmen. Er stützte sich dabei auf die kombinatorische Methode, die der katalanische Philosoph und Theologe Raimundus Lullus (1232-1316) grundgelegt hatte und die u. a. von Athanasius Kircher weiterentwickelt wurde. Der Vortrag wird Grundzüge und Hauptkonzepte dieser Tradition vorstellen. Freilich bleibt die Frage, warum Leibniz' Plan einer "Characteristica universalis" letztlich ebenso scheiterte wie die Entwürfe seiner Vorgänger.

Professor Dr. Wilhelm Schmidt-Biggemann lehrt seit 1989 als ordentlicher Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Nach dem Studium der Fächer Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Theologie in Bochum schloss er sein Studium 1974 mit einer Dissertation zu "Maschine und Teufel. Jean Pauls Jugendsatiren nach ihrer Modellgeschichte" ab. Dafür erhielt er im selben Jahr den Förderpreis der Ruhr-Universität Bochum für hervorragende Dissertationen. 1979-1984 war er Assistent am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. 1981 folgte die Habilitation mit der Arbeit zu "Topica universalis. Eine Modellgeschichte humanistischer und barocker Wissenschaft". 1990 erhielt er die Comenius-Medaille der Prager Akademie der Wissenschaften. 1991-1992 war er Gastprofessor an der Humboldt-Universität Berlin sowie 1993-1998 Leiter der Berliner Schelling-Forschungsstelle. Schmidt-Biggemann hat zu zahlreichen Themen der Geschichte der Philosophie und Philologie der Frühen Neuzeit veröffentlicht und ist seit Anfang der 1980er Jahre Mitglied der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft.

Do 26.10.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Dr. Sebastian Kühn

Streiten mit Leibniz. Über agonale Logiken der frühneuzeitlichen Gelehrtenkultur

Leibniz führte intensiv zahlreiche Kontro­versen, oft jahrelang, meist mit offenem Ausgang. Zwei eher unbekannte dieser Auseinandersetzungen werden genauer betrachtet: der Konflikt um den Berliner Rittmeister Christian Heinrich Oelven, der nahezu die Berliner Societaet der Wissen­schaften kurz nach ihrer Gründung sprengte, und die 20-jährige Kontroverse mit Denis Papin, die nur ungenau als „vis-viva-Kontroverse” bezeichnet wird. Angesichts der hohen Konflikthaftigkeit nicht nur bei Leibniz, sondern allgemein in der frühneuzeitlichen Gelehrtenkultur, stellt sich die Frage, welchen Sinn Konflikte haben konnten. Kann Streit eine Logik haben? Wie vernünftig war denn Leibniz, dass er so viele Konflikte führte; wie vernünftig waren die Auf­klärung, die frühneuzeitliche Wissenschaft? Schließlich: Wie geht eine Gesellschaft mit Konflikten um? Das alles sind Fragen, die voraussetzen, dass Streit eine Rationalität hat – nur vielleicht eine andere, als wir zunächst vermuten.

Dr. Sebastian Kühn studierte Geschichte, ev. Religion und Philosophie in Halle/S., Montpellier und Berlin. Nach Stationen an der FU Berlin und dem Centre Marc Bloch ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der historischen Anthro­pologie und Sozialgeschichte des Wissens und der politischen Kommunikation in der Frühen Neuzeit.

Mi 18.10.2017 | 17.00 Uhr | INTERAKTIVE EINFÜHRUNG

Meike Fricke und Martin Brederecke

Die Haptothek – anfassen erlaubt!

Die Haptothek ist ein Präsentationssystem, mit dem das ?tastende Begreifen< von Büchern in ihren historischen Formen ermöglicht wird. Entwickelt und umgesetzt wurde diese Präsen­tationsform von Meike Fricke und Martin Brederecke, die als Buchbinder­meister und Restauratoren in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek tätig sind. Sie erläutern anhand der Objekte das Konzept und die Benutzung der Haptothek und laden anschließend zur selbständigen Erkundung ein.

Fr 15.9.2017 | 17.00 Uhr | AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Die Sammlung Hartmann – Dialoge und Kassetten

Mit einem Gespräch zwischen dem Künstler Peter Marggraf, der
Schriftstellerin Kathrin Schmidt, dem Sammler Gerhard Hartmann
und dem Kurator Dr. Jürgen Thaler

Kaum eine Kunstsammlung widmet sich so intensiv dem Zusammenhang zwischen Literatur und bildender Kunst wie die des Ehepaars Brigitte und Gerhard Hartmann aus Lindau am Bodensee. Neben Arbeiten auf Papier bilden die von den besten Buchbindern des Landes gestalteten Kassetten einen Schwerpunkt der Sammlung. Die Kassetten geben den unterschiedlichsten Materialien und Dokumenten, die bei der Produktion von Literatur und Kunst entstehen, eine Herberge.
Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek zeigt in Koopera­tion mit der Vorarlberger Landesbibliothek eine Auswahl aus der Sammlung, die einen besonderen Schwerpunkt auf niedersächsische Schriftsteller und Künstler legt.

Do 14.9.2017 | 17.00 Uhr | BUCHVORSTELLUNG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Dr. Malte-Ludolf Babin und Dr. Rita Widmaier

G. W. Leibniz, Briefe über China (1694-1716).
Die Korrespondenz mit Barthélemy Des Bosses S.J. und anderen
Mitgliedern des Ordens

„Was die chinesische Frage angeht – was soll ich da sagen? Stellen Sie sich eine berühmte Stadt vor, die belagert wird, und einander widerstreitende Gerüchte: die einen sagen, sie wäre schon erobert, die anderen, sie sei entsetzt worden – jeder erdichtet, wonach ihm der Sinn steht.”
Nachdem Leibniz' direkte Verbindungen zur Jesuiten­mission in China endgültig abgerissen sind, steht er in der „chinesischen Frage” vor eben dem Dilemma, wie es der Kölner Jesuit Barthélemy Des Bosses im Januar 1710 charakterisiert.
Während der 2006 erschienene Briefwechsel mit den Jesuiten in China (1689–1714) Leibniz' Gedanken­austausch mit den Missionaren nachzeichnet, beleuchten die Briefe über China die Frage des chinesischen Ritenstreits und der Missionspolitik des Heiligen Stuhls, wie sie sich aus binneneuropäischer Perspektive darstellte. Ergänzt werden die Briefe durch zugehörige umfangreiche Beilagen verschie­denster Provenienz, darunter zwei Edikte von Kangxi, 1662–1722 chine­sischer Kaiser. Der Band wird eingeleitet durch einen neu kommentierten Abdruck von Leibniz' Vorrede zu den Novissima Sinica von 1697, dem frühesten Versuch einer Antwort auf die europäisch-chinesische Frage.

Dr. Malte-Ludolf Babin studierte Romanistik, Klassische Philologie und Geschichte. Seit 1993 Editor am Leibniz-Archiv.
Forschungsschwerpunkte: Leibniz als Historiker und Sprachwissenschaftler.
Dr. Rita Widmaier studierte Philosophie, Sinologie und Geschichte. Von 1988 bis 2007 arbeitete sie am Leibniz-Archiv.
Forschungsschwerpunkte: Leibniz' Metaphysik, Leibniz und China.

BUCHINFORMATION

G. W. Leibniz, Briefe über China (1694–1716). Die Korrespondenz mit Barthélemy Des Bosses S.J. und anderen Mitgliedern des Ordens. Herausgegeben und kommentiert von M.-L. Babin und R. Widmaier. Französisch/Lateinisch/Italienisch – Deutsch.
Hamburg: Meiner, März 2017. CLXXI, 660 S., 109,99 Euro
ISBN 978-3-7873-3103-1

Mi 6.9.2017 | 17.00 Uhr | INTERAKTIVE EINFÜHRUNG

Meike Fricke und Martin Brederecke

Die Haptothek – anfassen erlaubt!

Die Haptothek ist ein Präsentationssystem, mit dem das ?tastende Begreifen< von Büchern in ihren historischen Formen ermöglicht wird. Entwickelt und umgesetzt wurde diese Präsen­tationsform von Meike Fricke und Martin Brederecke, die als Buchbindermeister und Restauratoren in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek tätig sind. Sie erläutern anhand der Objekte das Konzept und die Benutzung der Haptothek und laden anschließend zur selbständigen Erkundung ein.


Gefördert durch:

Do 31.8.2017 | 17.00 Uhr | PROJEKTVORSTELLUNG

Prof. Dr. Michael Kempe (Leibniz-Archiv),
Dr. Siegmund Probst (Leibniz-Archiv),
Matthias Wehry (GWLB),
Dr. Marc von der Linden
(Fraunhofer Institut IPK/MusterFabrik Berlin)

Leibniz puzzeln. Die digitale Rekonstruktion von Leibniz-Fragmenten

Der Universalgelehrte G. W. Leibniz hat nicht nur schreibend gedacht, sondern auch schneidend geordnet. Seine Gedanken und Ideen notierte er auf Papierblättern, die er oft danach zerschnitt, um einzelne Streifen und Schnipsel thematisch zu ordnen.

Erstmalig ist es im Rahmen eines von der Klaus Tschira Stiftung (Heidelberg) geförderten Pilotprojektes von Leibniz-Edition (Akademie-Ausgabe), Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und Fraun­hofer Institut IPK/­MusterFabrik Berlin gelungen, solche Fragmente im wohl größten Gelehrtennachlass der Welt­geschichte mit Hilfe eines digitalen Assistenzsystems virtuell zu rekon­struieren. Am Beispiel mathematischer und naturwissenschaftlicher Hand­schriften werden solche Rekonstruk­tionen, mit denen Forschungsneuland betreten wird, präsentiert.

Di 8.8.2017 | 17.00 Uhr |VORTRAG

Prof. Dr. Helmut Zedelmaier

De arte excerpendi: Überlegungen zur Tätigkeit und Geschichte des Exzerpierens

Kein Schreiben ohne Lesen. Wer liest, macht sich nicht selten Notizen, holt aus dem Gelesenen etwas heraus, um es weiterzuverarbeiten. ?Exzerpieren< bezeichnet diese Tätigkeit, ?Exzerpt< deren Produkt. Jedoch nicht nur wer liest, exzerpiert, auch wer empirische Daten sammelt, wählt aus und zeichnet auf. Welche Geschichte haben die Techniken des Exzerpierens und die damit verbundenen Praktiken des Ordnens, Speicherns, Kopierens? Haben sie überhaupt eine Geschichte? Darum geht es in dem Vortrag, um allgemeine Überlegungen zum Exzerpieren und um spezielle Hinsichten auf die Geschichte dieser Tätigkeit.

Prof. Dr. Helmut Zedelmaier lehrt Neuere Geschichte an der Ludwigs-Maximilians-Universität München und arbeitet am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) in Halle (Saale) im Rahmen der Humboldt-Professur ?Neuzeitliche Schriftkultur und europäischer Wissenstransfer< (Projekt ?Exzerpieren, Zitieren, Plagiieren<). Sein Spezialgebiet ist die Wissens- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts. Zuletzt erschien ?Werkstätten des Wissens zwischen Renaissance und Aufklärung< (2015).

26. April – 29. Juli 2017

Schriftenlese. Arbeiten von Hans Burkardt und Andreas Spengler

Schrift ist weit mehr als Kulturtechnik, Kommunikationsmedium oder Aushängeschild. Handschrift wirkt in einem umfassenden Sinn als Botschafterin, wenn sie der Fantasie Raum gibt und sich als Trägerin menschlicher Beziehungen zeigt. Die Kalligraphie von Professor Hans Burkardt, dessen graphische Arbeiten die GWLB seit 2012 beherbergt, hat über Jahrzehnte ästhetische Maßstäbe gesetzt. Er ist einer der letzten großen Repräsentanten dieser Gattung. Professor Andreas Spengler, der mit seiner Malerei vor rund einem halben Jahrhundert begann und aus dem Informel kommt, arbeitet mit benutzten Streifen von Löschpapier. Er gibt den oft weggeworfenen Fundstücken ein "second life" in neuer ästhetischer Umgebung. Beide Künstler setzen dort an, wo eigenhändiges Schreiben lebendig erlebt wird, wenn das Medium Tinte und Tusche das Papier berührt, trocknet und abgelöscht wird. Der eine schreibt, der andere sichert und transformiert die Spuren.

Do 29.6.2017 | 17.00 Uhr | BUCHVORSTELLUNG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Dr. Annette von Boetticher und Dr. Georg Ruppelt

Leibniz unterwegs in Niedersachsen.
Auf den Spuren des Universalgenies.

Der Name des 1646 in Leipzig geborenen Gottfried Wilhelm Leibniz, einem der bedeutendsten Geistesgrößen der Menschheitsgeschichte, wird weniger mit seiner Vaterstadt als vielmehr mit Hannover, der Hauptstadt des heutigen Niedersachsen, in Verbindung gebracht. Hier verbrachte er die letzten 40 Jahre seines 70-jährigen Lebens, Abwesenheiten durch Reisen ausgenommen.Denn Leibniz bereiste monate- oder gar jahrelang Europa, so Frankreich, England, die Niederlande, Böhmen, Österreich und Italien. Dass er aber auch im Niedersächsischen viel unterwegs war, ist weniger bekannt. Dies hing mit seinen Harzer Bergbauunternehmungen zusammen, mit seinem Zweitberuf als Bibliothekar in Wolfenbüttel seit 1691 und schließlich mit seinen Bemühungen um die Geschichtsschreibung des Welfenhauses, die von den Herzögen in Hannover, Braunschweig und Celle ideell wie finanziell gefördert wurden. Der Buchtitel steht für einen Universalgelehrten, der im Wortsinne oft ?auf Achse< war, um Neues zu erfahren und zu erkunden. Dieses Buch will mit seinen reichen historischen wie aktuellen Abbildungen Leibniz gleichsam einbürgern, und zwar in ganz Niedersachsen, wo er in vielen Orten tätig war. Das Buch wird durch die beiden Autoren Dr. Annette von Boetticher und Dr. Georg Ruppelt präsentiert.

Dr. Annette von Boetticher ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Niedersächsischen Institut für Historische Regionalforschung e.V. und Lehrbeauftragte am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover. Dr. Georg Ruppelt war bis zum Oktober 2015 Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.

BUCHINFORMATION

Boetticher, Annette v./Ruppelt, Georg:
Gottfried Wilhelm Leibniz unterwegs in Niedersachsen. Eine Spurensuche in Texten und Bildern.

Hildesheim: Olms, 2017.
Ca. 180 Seiten, zahlr. Abbildungen, Festeinband.
ISBN 978-3-487-08598-2

Das Buch wurde gefördert mit Mitteln der Leibniz Stiftungsprofessur der Leibniz Universität und der Landeshauptstadt Hannover.

 


Do 15.6.2017 | 17.00 Uhr | PROJEKTVORSTELLUNG
gemeinsam mit dem Stadtarchiv Hannover und der VGH-Stiftung

Adressbuch der Stadt Hannover virtuell

Von 1798 bis 2004 erschien nahezu jährlich das Adressbuch der Stadt Hannover. Über mehr als zwei Jahrhunderte verzeichnete es Personen und Straßen der Stadt, gab Hilfe bei der Suche nach Handwerkern, Firmen und Behörden. Die enthaltenen Karten, Theaterpläne und Berichte bieten heute spannende Einblicke in die Geschichte und das kulturelle Leben Hannovers. Diese wichtige historische Quelle haben das Stadtarchiv Hannover und die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in den vergangenen Jahren bis in das 20. Jahrhundert hinein digitalisiert. Das Projekt wird durch die Projektpartner und den Projektförderer VGH-Stiftung vorgestellt. Der Sprechchor Hannover wird die Präsentation durch eine stimmliche Performance zum Thema begleiten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, selbständig in den digitalen Adressbüchern zu recherchieren und auch Originale in Augenschein zu nehmen.

Do 8.6.2017 | 17.00 Uhr | ERSTMALIGE PRÄSENTATION

Meike Fricke und Martin Brederecke

Die Haptothek - anfassen erlaubt!

?Haptothek< - ein Wort zusammengesetzt aus den griechischen Begriffen ?haptos< = ?fühlbar<, und ?theke< = ?Behälter, Ort oder Raum zur Aufbewahrung und Sammlung<. Mit der Haptothek stellt die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek ein selbst entwickeltes Präsentationssystem vor, mit dem das ?tastende Begreifen< von Büchern in ihren verschiedenen historischen Formen ermöglicht wird. Die Haptothek besteht aus zwei Säulen, welche Modelle historischer Buchformen, neuzeitliche Gebrauchsbände und auch Materialien zur Buchherstellung zeigen. Entwickelt und umgesetzt wurde diese Präsentationsform von Meike Fricke und Martin Brederecke. Sie erläutern anhand der Objekte das Konzept und die Benutzung der Haptothek und laden anschließend zur selbständigen Erkundung ein.

Meike Fricke und Martin Brederecke sind als Buchbindermeister und Restauratoren in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek tätig.

Do 18.5.2017 | 17.00 Uhr | BUCHVORSTELLUNG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Prof. Dr. Wenchao Li

Gottfried Wilhelm Leibniz - Kurfürstin Sophie von Hannover. Briefwechsel

Der dreieinhalb Jahrzehnte umspannende Briefwechsel zwischen dem hannoverschen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz und Sophie von Hannover gewährt Einblicke in das ungewöhnliche Vertrauensverhältnis zwischen Hofrat und Herrscherin: Sophie schätzte Leibniz' umfassende Sachkenntnis in den unterschiedlichen Wissensgebieten und in der Politik ebenso wie seine höfische Gewandtheit. Sie begegnete dem großen Gelehrten mit anhaltender Wertschätzung und vermittelte ihm wiederholt Rückhalt bei ihrem Gatten und ihrem Sohn Georg Ludwig. Für Leibniz war die Fürstin eine wertvolle Gesprächspartnerin, mit der er wesentliche philosophische Fragen diskutierte. Auch in der Frage um die englische Thronfolge war Leibniz einer der engsten Berater Sophies.
 
Bei den überlieferten 382 Schriftstücken handelt es sich um eine zumindest in der europäischen Kultur und Geistesgeschichte einmalige Fundgrube. Das im höfischen Französisch geführte schriftliche Gespräch wird erstmals in deutscher Übertragung zugänglich gemacht. Der gesamte Briefwechsel Leibniz', der mehr als 20.000 Briefe umfasst, wurde 2007 in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Das Buch wird durch den Herausgeber Prof. Dr. Wenchao Li präsentiert.

Prof. Dr. Wenchao Li ist Leiter der Potsdamer Leibniz-Editionsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und hat zugleich die Leibniz-Stiftungsprofessur an der Leibniz Universität Hannover inne. Er ist u.a. Schriftführer der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft, Mitglied im Leitungskomitee der Fédération Internationale des Societés de Philosophie (FISP) und Vorsitzender der FISP-Kommission für die Geschichte der Philosophie.

BUCHINFORMATION

Gottfried Wilhelm Leibniz - Kurfürstin Sophie von Hannover. Briefwechsel.

Herausgegeben von Wenchao Li;
aus dem Französischen von Gerda Utermöhlen und Sabine Sellschopp.
Göttingen: Wallstein Verlag, 2017.
872 Seiten, Illustrationen, Festeinband.
ISBN 978-3-8353-1884-7

Do 27.4.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Dr. Eike Christian Hirsch

Leibniz, der wirksamste Reformer des evangelischen Glaubens seit Luther

Leibniz war kein Bekenner und kein Anführer, aber er hat im Stillen den Glauben gründlich reformiert und den modernen Protestantismus begründet. In seiner ?"Theodizee"< treten die Erlösung am Kreuz und die Auferstehung ganz zurück, stattdessen wird der Schöpfer selbst zum milden Begleiter eines jeden gutwilligen Menschen. Am Ende der Weltgeschichte steht nicht mehr das Jüngste Gericht, sondern das Reich der Geister, zu dem Gott seine ganze Menschheit hinaufführt. Das ist die aufgeklärte Form der christlichen Botschaft - und bis heute das Credo liberaler Christen.

Dr. Eike Christian Hirsch hat Theologie und Philosophie studiert und war lange Zeit Redakteur des NDR-Hörfunks. Er hat Bücher über den christlichen Glauben, die deutsche Gegenwartssprache und u. a. auch die Biografie ?"Der berühmte Herr Leibniz"< veröffentlicht.

Di 25.4.2017 | 17.00 Uhr | AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Schriftenlese. Arbeiten von Hans Burkardt und Andreas Spengler

Schrift und Löschpapier - in der Ausstellung Schriftenlese trifft das kalligraphische Werk von Hans Burkardt auf die Löschpapierkunst Andreas Spenglers. Professor Hans Burkhardt, seit 2000 Ehrensenator der Fachhochschule Hannover, hat dort über Jahrzehnte als Professor und Rektor gewirkt. Er zählt zu den bedeutenden Kalligraphen und lebt in Hannover. Professor Andreas Spengler wirkte als Psychiater und Psychotherapeut. Seine Arbeiten mit gebrauchten Löschpapieren stehen im ästhetischen Spiel mit der Kalligraphie Burkardts, dessen Vorlass die GWLB verwahrt. Die Veranstaltung würdigt das Schaffen beider Künstler und führt in die Ausstellung ein.

Di 14.3.2017 | 17.00 Uhr | VORFÜHRUNG
des Nachbaus der Leibniz'schen Rechenmaschine

Dipl.-Ing. Klaus Badur / Wolfgang Rottstedt

Im Januar 1675 stellte Gottfried Wilhelm Leibniz bei der Académie Royale des Sciences in Paris erstmals ein Modell seiner Rechenmaschine vor, mit der man Rechnungen in allen vier Grundrechenarten anstellen konnte. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten arbeitete Leibniz stets an einer Verbesserung. Durch die extrem hohen Fertigungskosten und die komplizierte Feinmechanik ging die Produktion jedoch nie in Serie. Zudem blieben Zweifel, ob die Maschine denn richtig funktionierte. Im Jahr 2005 konstruierten Klaus Badur und Wolfgang Rottstedt mit modernster, computergestützter Fertigungstechnik einen Nachbau und konnten damit Leibniz' korrekte Arbeit belegen. Dieser Nachbau wie auch das letzte Original der Leibniz'schen Rechenmaschine befinden sich in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.
Bei der Vorführung werden die Konstrukteure des Nachbaus die Funktionsweise der Rechenmaschine demonstrieren.

Dipl.-Ing. Klaus Badur ist Maschinenbauingenieur. Er war nach seinem Studium als Konstrukteur und Projektingenieur und zuletzt als Geschäftsführer eines Unternehmens für Sondermaschinen tätig.

Wolfgang Rottstedt ist Maschinenbaumeister und betrieb bis zu seinem Ruhestand eine Werkstatt für Feinmechanik und Maschinenbau.

Di 7.3.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft und der Juristischen Studiengesellschaft Hannover e. V.

Prof. Dr. Gábor Gángó

Leibniz und Osteuropa

Karte Osteuropa Eine Rekonstruktion von Gottfried Wilhelm Leibniz' Auseinandersetzung mit den militärischen, politischen, kulturellen und religiösen Ereignissen in Staaten und Gebieten jenseits der Ostgrenze des damaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verspricht Erträge, die auch außerhalb der Gemeinde der Leibniz-Forscher von Belang sein können. Leibniz' Einsichten sind wertvolle Beiträge zur Herausbildung des modernen Europabegriffes. Über die physischen oder symbolischen Grenzen sowie über die politische, kulturelle und religiöse Identität Europas reflektierend, öffnete Leibniz immer eine umfassende, auch die Peripherien mit einbeziehende Perspektive. Der Vortrag bezieht Aspekte wie Leibniz' Wissen und seine Wissbegier über diese Region sowie seine schriftstellerische, beratende und politische Tätigkeit, vor allem in Bezug auf Polen und Ungarn ein.

Prof. Dr. Gábor Gángó studierte Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie an der ELTE Universität Budapest. Er ist Universitätsprofessor am Institut für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen der Katholischen Pázmány-Péter-Universität Budapest und seit 2016 Fellow am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Leibniz, frühneuzeitliche und neuzeitliche Philosophiegeschichte, sowie Kultur- und Ideengeschichte Ostmitteleuropas.

Do 23.2.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Prof. Dr. Alexander Košenina

Leibniz' Theodizee in der literarischen Kritik und Parodie

Das Erdbeben von Lissabon 1755 schien Leibniz' These einer Theodizee schlagartig in Frage zu stellen. Den Begründungsnöten in Philosophie und Theologie stehen kritische und parodierende Antworten in der Literatur gegenüber. Voltaires Lehrgedicht über das Desaster in Lissabon und seine Satire ?Candide, ou l'optimisme< werden in dem Vortrag Beispiele aus der deutschen Literatur an die Seite gestellt: Albrecht von Haller formuliert in seinen poetischen Reflexionen ?Über den Ursprung des Übels< schon vor dem Ereignis in Portugal skeptische Fragen, die Johann Karl Wezel in seinem philosophischen Thesenroman ?Belphegor oder die wahrscheinlichste Geschichte unter der Sonne< radikal weiter diskutiert. Heinrich von Kleists Erzählung ?Das Erdbeben in Chili< vertieft diese Perspektiven schließlich zu existentiellen Gedanken über die Gesellschaft, Gerechtigkeit und Brüchigkeit der Welt überhaupt.

Prof. Dr. Alexander Košenina hat in Heidelberg und Berlin Germanistik und Philosophie studiert. Nach Lehrstuhlvertretungen in Saarbrücken, Darmstadt und Berlin und einer Professur in Bristol ist er seit 2008 Professor für Deutsche Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts an der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Literatur und Naturwissenschaften, Verbrechensdarstellungen und anthropologische Fragen in der Frühen Neuzeit sowie die Aufklärung. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Mi 1.2.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG UND BUCHVORSTELLUNG
gemeinsam mit der Akademie für Leseförderung Niedersachsen

Prof. Birgit Dankert

Michael Ende - Gefangen in Phantásien

Michael Ende (1929-1995) gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. Seine Werke haben Leser aller Altersgruppen begeistert und wurden in über 40 Sprachen übersetzt. Mit der Biographie ?Michael Ende - Gefangen in Phantásien< von Birgit Dankert wird zum ersten Mal Michael Endes Leben und Gesamtwerk in den Blick genommen und in einen Zusammenhang gestellt. Die Autorin hat dazu umfangreiches Archivmaterial ausgewertet und Weggefährten befragt. Sie beschreibt Michael Endes Lebensweg von der Kindheit in München im sogenannten Dritten Reich über seinen Durchbruch zum weltweit bekannten Kinder- und Jugendbuchautor von ?Jim Knopf<, ?Momo< und der ?Unendlichen Geschichte< bis hin zu seiner Arbeit als Lyriker und Librettist. Dabei werden private Krisen und Enttäuschungen wie die ausbleibende Anerkennung als Theaterautor und Regisseur nicht ausgespart. ?Birgit Dankert hat sich tief in das Leben und Werk dieses Mythenschöpfers gegraben. Sie erzählt davon in einer angenehmen Klugheit. Ihre Biografie ist auch eine Lektion, die davon handelt, wie schwierig es ist, der zu sein, der man ist - und nicht der, der man sein will<, berichtete NDR Kultur.

Prof. Birgit Dankert hat an der Fachhochschule Hamburg Bibliotheks- und Informationswissenschaft gelehrt. Sie schreibt als ausgewiesene Expertin für Kinder- und Jugendliteratur regelmäßig für DIE ZEIT sowie diverse Fachzeitschriften und Magazine. Seit Dezember 2004 beherbergt die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek mit der etwa 2.000 Bände umfassenden ?Sammlung Birgit Dankert< eine der vollständigsten Privatsammlungen zum Thema deutsche Kinder- und Jugendliteratur.

Do 26.1.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG
in der Reihe LEIBNIZ-VORTRÄGE
gemeinsam mit der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Prof. Dr. Hans Poser

Leibniz und die Einheit der Wissenschaften

Leibniz hatte der Preußischen Akademie die Aufgabe zugewiesen, theoria cum praxi, ?Orientierungswissen und Verfügungswissen< zu vereinen. Zur Verwirklichung schlägt Leibniz eine Scientia generalis als Strukturmodell der Vielheit der Wissenschaften vor. Sie soll als Initia die methodische Basis umfassen, und als Specimina die Einzeldisziplinen (Mathematik, empirische Wissenschaften, Wertwissenschaften), ergänzt um eine Methodologie der Forschung und der Begründung. Diese Leibniz' sche Sicht ist heute noch bedeutsam, wenn wir einer postfaktischen Unvernunft entgegentreten wollen.

Prof. Dr. Hans Poser, Philosoph mit Staatsexamen in Mathematik und Physik, ist Brückenbauer zwischen den Wissenschaften, ihrer Geschichte und ihren metaphysischen Voraussetzungen. Heute emeritiert, war er an der TU Berlin tätig. Er hatte Gastprofessuren u.a. in Malawi, China, Moskau, Argentinien und den USA. Über Jahrzehnte war er Vizepräsident der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Artikel und Bücher zur Philosophiegeschichte.

Do 19.1.2017 | 17.00 Uhr | VORTRAG

Matthias Wehry

Krönungszug und Leibniz-Brief:
kostbare Neuerwerbungen für den Altbestand 2015 und 2016

Drucke aus Niedersachsen, Handschriften über die Welfen - in den Jahren 2015 und 2016 konnte die GWLB erneut herausragende Stücke für ihre historischen Sammlungen erwerben. Ausgewählte Kostbarkeiten werden im Vortrag im Kontext mit der überlieferten Sammlung dargestellt. Neben Neuerwerbungen für die Einbandsammlung und jüdischen Drucken aus Hannover wird als Highlight ein 6 cm hoher und 6 Meter langer handkolorierter Druck des Krönungszuges Georgs IV. erstmalig präsentiert. Der wertvollste Kauf aber war ein Leibniz-Brief, dessen Erwerb großzügigerweise von der Stiftung Niedersachsen und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wurde.

Matthias Wehry, Leiter der Abteilung Handschriften und Alte Drucke der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

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