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Leibniz

Nur selten dürfte eine Bibliothek in ihrer Vorgeschichte auf einen so bekannten Namen treffen: Im Jahr 1676 trat Gottfried Wilhelm Leibniz (1648–1716) eine Stellung als Hofbibliothekar der Herzoglichen Bibliothek an, der Vorgängerin der heutigen Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek (GWLB). Bis zu seinem Tod hatte der Philosoph, Mathematiker, Jurist, Historiker und Sprachwissenschaftler diese Position inne.

Umfangreich und einzigartig geschlossen erhalten sind die Handschriften und der Briefwechsel, die zusammen mit Leibniz’ Privatbibliothek, seiner Rechenmaschine und weiteren Gegenständen als Leibniz-Nachlass in den Beständen der GWLB aufbewahrt werden. Dieses Erbe zu bewahren, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinem Nachlass, seinem Leben und seinem Werk zu fördern und einen allgemeinen, freien Zugang zu diesem kulturellen Erbe zu ermöglichen, sind Ziele, die sich die GWLB gesetzt hat.

Die Beschäftigung mit Leibniz prägt heute zahlreiche Tätigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten des Hauses. So trägt die GWLB den Universalgelehrten nicht nur in ihrem Namen.

Abbildung einer Leibniz-Büste von Johann Gottfried Schmidt (Kopie), 1788, vor schwarzem Hintergrund.
Leibniz-Büste von Johann Gottfried Schmidt (Kopie), 1788. © GWLB

Leibniz-Nachlass und weitere Leibniz-Materialien

Einen Universalgelehrten zum Leiter einer Bibliothek zu machen, bleibt nicht ohne Wirkung. Leibniz’ einstiger Einfluss zeigt sich immer noch deutlich in den aktuellen Beständen der GWLB. Neben seinem Nachlass stellen deshalb zahlreiche weitere Archivbestände Quellen für die heutige Erforschung von Leibniz’ Leben und Werk und der Geschichte seiner Zeit dar.

 
Verschiedene Bände der Leibniz-Akademie-Ausgabe stehen nebeneinander
Bände der Leibniz-Akademie-Ausgabe © GWLB/Kandziora

Leibniz-Archiv: Forschungsstelle der Leibniz-Edition

Mit dem Leibniz-Archiv ist seit 1962 eine von insgesamt vier Forschungsstellen der Leibniz-Edition an der GWLB angesiedelt. Ziel dieses Editionsvorhabens ist es, alle Aufzeichnungen, Konzeptpapiere und Veröffentlichungen sowie den erhaltenen Briefwechsel in einer historisch-kritischen Gesamtausgabe unter dem Titel Gottfried Wilhelm Leibniz: Sämtliche Schriften und Briefe herauszugeben.

In Hannover werden Reihe I: Allgemeiner, politischer und historischer Briefwechsel, Reihe III: Mathematischer, naturwissenschaftlicher und technischer Briefwechsel und Reihe VII: Mathematische Schriften bearbeitet. Als Teil des Editionsvorhabens ist das Leibniz-Archiv gleichzeitig der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen zugeordnet.

 
Zwei Hände restaurieren eine Handschrift aus dem Leibniz-Nachlass
Aufbereitung einer Handschrift aus dem Leibniz-Nachlass © GWLB/Kandziora

Arbeitsschwerpunkte und Projekte

Die Aufbewahrung und Vermittlung des Nachlasses, der Erhalt und die Erweiterung der durch Leibniz angelegten Sammlungen sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinem Nachlass ist Teil der regulären Aufgaben der Bibliothek. Dank der Förderungen durch externe Geldgeber konnten und können darüber hinaus an der GWLB zeitlich befristete Projekte mit Bezug zu Leibniz und seinem Nachlass durchgeführt werden.

Ausschnitt aus einer Leibniz-Handschrift
Ausschnitt aus einer Leibniz-Handschrift © GWLB

Digitale Ressourcen

Als Ergebnis der Beschäftigung mit Leibniz und seinem Nachlass stellt die GWLB digitale Ressourcen zur Verfügung. Das Spektrum dieser digitalen Mittel reicht von Digitalisaten der Handschriften über Editionen dieser Texte bis hin zu einer Bibliographie der weltweit erschienenen Literatur mit Bezug zu Leibniz, es umfasst Datenbanken genauso wie Textdokumente und Publikationen – teils als eigenständige digitale Veröffentlichungen und teils innerhalb umfangreicherer Online-Ressourcen.

Mit diesen Angeboten möchte die GWLB Grundlagen für eine weitergehende wissenschaftliche Beschäftigung mit Leibniz bereitstellen. Der Open-Access-Policy und der Open-Digitisation-Policy des Hauses folgend, kann ein Großteil der Online-Ressourcen zu den Bedingungen von Creative-Commons-Lizenzen genutzt werden. Insbesondere konnte ein freier und unbeschränkter Online-Zugang zum Nachlass von Leibniz in digitaler Form geschaffen werden. Selbstverständlich steht er nicht nur Fachwissenschaftler:innen offen, sondern – wie alle anderen Ressourcen auch – allen Interessierten.

 
Logo der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft
Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft e. V. Hannover möchte die Erforschung von Leibniz’ Werk und Wirken fördern, es einer breiteren Öffentlichkeit vermitteln und dabei wie er verschiedene Wissenschaftsdisziplinen verbinden. An und mit der GWLB veranstaltet sie öffentliche Vorträge und wissenschaftliche Kolloquien. Sie ist auch räumlich eng mit der GWLB verbunden: Dort befindet sich ihr Geschäftsbüro.

Die Leibniz-Gesellschaft steht im engen Austausch mit der weltweiten Leibniz-Forschung und der Leibniz-Edition. Sie gibt die Zeitschrift Studia Leibnitiana heraus und hält regelmäßig den Internationalen Leibniz-Kongress ab. Außerdem betreut sie die gemeinsame Webseite der Leibniz-Editionsstellen.

 
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