„Reden wir von Hannover …“ – Eine Stadt auf der Suche nach ihrem Image
Dr. Vanessa Erstmann
„Reden wir von Hannover, das wird genügend harmlos sein“, spöttelte der Philosoph und Schriftsteller Theodor Lessing um 1900 über seine Heimatstadt. Bis heute sorgt die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Leinestadt wiederholt für Diskussionen, in denen nach den Ursachen der vermeintlichen Mittelmäßigkeit Hannovers gefragt wird. Die Historikerin Vanessa Erstmann nimmt Sie mit auf eine Reise durch rund 150 Jahre Stadtwerbung. Anhand ausgewählter Image-Aktionen des 20. Jahrhunderts erläutert sie, worin die Herausforderungen bei der Imagebildung liegen und welche Bedeutung hartnäckig anhaltenden Vorurteilen dabei zukommt. Darüber hinaus wird die Rolle der Stadtbevölkerung als Multiplikator ihrer Stadt beleuchtet. Was hat es mit dem wiederholt beklagten „Understatement“ der Hannoveraner:innen auf sich? Ein vertiefender Blick auf die historischen Ursachen geht dem hannoverschen Identitätsproblem auf den Grund.
Dr. Vanessa Erstmann studierte Geschichtswissenschaft und Philosophie an der Leibniz Universität Hannover. Im Rahmen ihrer Promotion analysierte sie die imagepolitischen Maßnahmen Hannovers seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Beruflich unterstützt sie Unternehmen bei der Marken- und Imagepflege sowie der Aufarbeitung ihrer Unternehmensgeschichten.