Tagebuch aus Bergen-Belsen – März 1944–April 1945
Renata Laqueur
Im November 1943 werden Renata Laqueur (1919–2011) und ihr Mann Paul Goldschmidt in Amsterdam verhaftet und im März 1944 in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Hier beginnt Renata ein Tagebuch zu führen. Im Dezember 1944 bricht sie ihre Notizen ab, ihr fehlt die Kraft zum Schreiben. Nach ihrer Befreiung im April 1945 kehrt sie in die Niederlande zurück, wo sie ihre Aufzeichnungen bearbeitet und ergänzt. Das Tagebuch, das 1965 erstmals auf Niederländisch erscheint, ist ein wertvolles und einzigartiges Zeitdokument, das das Leiden von Millionen Menschen widerspiegelt. Unsentimental und schonungslos schildert Renata Laqueur die Gewalterfahrungen und die zermürbende Lebenssituation im KZ Bergen-Belsen.
Die Herausgeberin Saskia Goldschmidt, Tochter von Renata Laqueurs erstem Ehemann Paul Goldschmidt, stellt das Buch im Gespräch mit ihrem Agenten Willem Bisseling, Mitinhaber der Literaturagentur Sebes Bisseling Kleuver, vor. Dr. Akim Jah, Leiter der Abteilung Forschung und Dokumentation in der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Bernd Horstmann, Historiker in der Abteilung Forschung und Dokumentation in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, begrüßen die Gäste und geben eine historische Einführung. Begrüßung und Einführung werden in deutscher Sprache gehalten, das Gespräch mit der Herausgeberin findet auf Englisch statt.