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Digitalisierung

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek (GWLB) verfügt über eine der modernsten Digitalisierungswerkstätten Norddeutschlands. Mit ihrer Hilfe macht die GWLB einen wichtigen Teil des niedersächsischen Kulturerbes für alle verfügbar. Auf unterschiedlichen Reproduktionsgeräten digitalisieren wir ausgewählte Bestände.

Ein Ziel der Digitalisierung besteht darin, unsere zum Teil einmaligen Materialien weltweit über unsere Digitalen Sammlungen zur Verfügung zu stellen. Zudem dient die Digitalisierung dem Bestandsschutz: Objekte müssen seltener angefasst werden, wenn sie digital vorliegen.

Wir helfen Ihnen

In den letzten Jahren ist der Bedarf an Digitalisaten stetig gewachsen. Private Bestellungen, Projekte unterschiedlichen Umfangs und Kooperationen mit anderen Institutionen sind von immer größerer Bedeutung.

Um dem gerecht zu werden, haben wir unsere Infrastruktur aufgestockt, sodass wir Digitalisate zügig, bestandsschonend und qualitativ hochwertig herstellen können. Dabei halten wir selbstverständlich bibliotheksspezifische Richtlinien und Standards wie die Praxisregeln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein. Ebenso gestalten wir die Veröffentlichung der Digitalisate und Metadaten so frei wie rechtlich möglich (siehe Open-Digitisation-Policy).

Übrigens: Wir erfüllen gern Ihre Digitalisierungswünsche.

Der Weg vom gedruckten Werk zum Digitalisat ist lang. Wir laden Sie ein, die mittelalterliche Handschrift über den schönsten Teufel „Belial“ (Signatur Ms I, 57) auf ihrer Reise zu begleiten.

Bevor der „Belial“ unsere Digitalisierungswerkstatt betreten darf, muss er unserer Bestandserhaltung einen Besuch abstatten. Dort wird er einer konservatorischen Prüfung unterzogen. Unsere Kolleg:innen stellen sicher, dass das Buch aufgeschlagen werden kann, ohne den Einband zu beschädigen. Sie legen dazu einen entsprechenden Öffnungswinkel (hier zwischen 90 und 140 Grad) fest. Außerdem überprüfen sie, ob das Papier beziehungsweise Pergament zum Beispiel durch Papiersäure oder Tintenfraß bei der Digitalisierung Schaden nehmen könnte.

Jetzt ist es soweit: Das Teufelswerk kommt in unsere Werkstatt! Auf der Reproeinheit Traveller TCCS 4232 wird jede Seite fotografiert. Nach der Qualitätssicherung, bei der wir überprüfen, ob jede Seite fehlerfrei digitalisiert wurde, werden aus den RAW-Dateien TIFF-Dateien erzeugt und abgespeichert. Doch Belials Weg ist noch nicht zu Ende: Noch ist der Teufel nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

Mit Hilfe der Digitalisierungssoftware Kitodo.Production legen wir ein virtuelles Inhaltsverzeichnis an. Dazu wird zuerst jeder Scan der in dem Werk vorhandenen Seitenzählung zugeordnet. Danach werden händisch die einzelnen Strukturelemente (Vorderdeckel, Titelblatt, …) und die Kapitel des Werkes abgeschrieben und den Seiten zugewiesen. Dadurch entstehen Sprungmarken, die die Handhabung in den Digitalen Sammlungen erleichtert.

Jetzt hat der Teufel sein Ziel erreicht: Die Handschrift über den „Belial” ist in den Digitalen Sammlungen frei zugänglich!

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