Aktuelles
Scannerspende für Bibliothek in Ukraine
Freunde und Förderer der GWLB spenden Scanner für ukrainische Bibliothek in Rivne
Mit dem Kriegsbeginn im Februar 2022 in der Ukraine verband sich für die Freunde & Förderer der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) der Wunsch, Gelder für die Hilfe des Fortbestands der ukrainischen Bibliotheken bereitzustellen. Mithilfe des Netzwerks Kulturgutschutz Ukraine, das die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien zusammen mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen hat, haben sich die GWLB und Freundeskreis um entsprechende Projekte gekümmert, die die Bibliotheken in der Ukraine unterstützen können. Schnell wurde klar, dass die Sicherung der historischen Bestände und die Bewahrung des kulturellen Erbes ein wichtiges Anliegen sind.
Mit der Firma Wietholt aus Velen, einer Spezialfirma für Bibliotheksausstattungen, wurde ein Partner gefunden, der einen passgenauen Aufsichtscanner mit Buchwippe bereitstellen konnte. Der Wert des Scanners beträgt rund 4.500 Euro. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Krieg mit unserer Hilfe Stellung beziehen können und wir so einen Beitrag zur Sicherung von Kulturgütern leisten können“, betont Volker Petri, Vorsitzender der Freunde & Förderer der GWLB.
Der Scanner wird in der Bibliothek in Rivne zum Einsatz kommen. Rivne ist die Hauptstadt der gleichnamigen Verwaltungsregion und liegt circa 300 Kilometer westlich von Kiew. Die Bestände der wissenschaftlichen Regionalbibliothek umfassen circa 500.000 Medien, die von 97 Mitarbeitenden betreut werden. „Wir ermöglichen mit dieser Spende, dass Bestände schnell, hochwertig und materialschonend digitalisiert werden können und vor einem potentiellen Verlust gesichert werden. Mein Dank geht an den Freundeskreis unserer Bibliothek, der es mit Hilfe zielgerichteter Spenden ermöglicht hat, in der von großer Kriegszerstörung betroffenen Ukraine einen Beitrag zur Bewahrung der kulturellen Identität zu leisten“, so Anne May, Direktorin der GWLB.