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Archiv 2017

Di 8.8.2017 | 17.00 Uhr |VORTRAG

Prof. Dr. Helmut Zedelmaier

De arte excerpendi: Überlegungen zur Tätigkeit und Geschichte des Exzerpierens

Kein Schreiben ohne Lesen. Wer liest, macht sich nicht selten Notizen, holt aus dem Gelesenen etwas heraus, um es weiterzuverarbeiten. »Exzerpieren« bezeichnet diese Tätigkeit, »Exzerpt« deren Produkt. Jedoch nicht nur wer liest, exzerpiert, auch wer empirische Daten sammelt, wählt aus und zeichnet auf. Welche Geschichte haben die Techniken des Exzerpierens und die damit verbundenen Praktiken des Ordnens, Speicherns, Kopierens? Haben sie überhaupt eine Geschichte? Darum geht es in dem Vortrag, um allgemeine Überlegungen zum Exzerpieren und um spezielle Hinsichten auf die Geschichte dieser Tätigkeit.

Prof. Dr. Helmut Zedelmaier lehrt Neuere Geschichte an der Ludwigs-Maximilians-Universität München und arbeitet am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) in Halle (Saale) im Rahmen der Humboldt-Professur »Neuzeitliche Schriftkultur und europäischer Wissenstransfer« (Projekt »Exzerpieren, Zitieren, Plagiieren«). Sein Spezialgebiet ist die Wissens- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts. Zuletzt erschien »Werkstätten des Wissens zwischen Renaissance und Aufklärung« (2015).

 


Gefördert durch:

Do 31.8.2017 | 17.00 Uhr | PROJEKTVORSTELLUNG

Prof. Dr. Michael Kempe (Leibniz-Archiv),
Dr. Siegmund Probst (Leibniz-Archiv),
Matthias Wehry (GWLB),
Dr. Marc von der Linden
(Fraunhofer Institut IPK/MusterFabrik Berlin)

Leibniz puzzeln. Die digitale Rekonstruktion von Leibniz-Fragmenten

Der Universalgelehrte G. W. Leibniz hat nicht nur schreibend gedacht, sondern auch schneidend geordnet. Seine Gedanken und Ideen notierte er auf Papierblättern, die er oft danach zerschnitt, um einzelne Streifen und Schnipsel thematisch zu ordnen.

Erstmalig ist es im Rahmen eines von der Klaus Tschira Stiftung (Heidelberg) geförderten Pilotprojektes von Leibniz-Edition (Akademie-Ausgabe), Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und Fraunhofer Institut IPK/MusterFabrik Berlin gelungen, solche Fragmente im wohl größten Gelehrtennachlass der Weltgeschichte mit Hilfe eines digitalen Assistenzsystems virtuell zu rekonstruieren. Am Beispiel mathematischer und naturwissenschaftlicher Handschriften werden solche Rekonstruktionen, mit denen Forschungsneuland betreten wird, präsentiert.


 

Ansprechpartner zu Veranstaltungen

Telefon: 0511 1267-363


 


 

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