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Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen

Erforschung und Erschließung der Handschriften und Drucke

Im Juli 2007 gelangte die ehemalige „Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen” in öffentlichen Besitz und befindet sich heute in der Frankfurter Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek und der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Damit ist ein für die Geschichte der Herrenhäuser Gärten wie auch für die Geschichte der Botanik und Gartenkultur kostbarer Handschriften- und Buchbestand nach 70 Jahren erstmals wieder der Forschung zugänglich.

Bestände der ehemals Königlichen Gartenbibliothek Herrenhausen in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Neben den Büchern umfasst die Sammlung einen kostbaren Bestand von Handschriften, Zeichnungen und Herbarien – bedeutende Quellen zur Geschichte Herrenhausens und zur wissenschaftlichen Arbeit der Hofgärtnerfamilie Wendland – die sich in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek befinden.

Zu den herausragenden Werken gehören 394 aquarellierte Zeichnungen, die Johann Christoph Wendland in den Jahren 1788–91 von den ausländischen Gewächshauspflanzen des Berggartens angefertigt hat. Gemeinsam mit minutiös geführten handschriftlichen und gedruckten Pflanzenverzeichnissen bilden sie eine wertvolle und auch für den Laien anschauliche Quelle zum damaligen Pflanzenreichtum des Berggartens. Die Königliche Gartenbibliothek enthält außerdem Manuskripte für Veröffentlichungen, Schriftwechsel mit der Hofgartenverwaltung und Geschäftsbücher, die den Pflanzentausch mit botanischen Gärten, Pflanzensammlern und Handelsgärtnereien in vielen Ländern Europas dokumentieren.

Zu den wertvollsten Unikaten der Sammlung zählen zwei Werke, die von der Stiftung Niedersachsen erworben wurden und sich als Dauerleihgabe in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek befinden:

  • 170 Abbildungen von Früchten der Königlichen Obstbaumplantage in Herrenhausen, die zur Verbesserung des Obstbaus im Königreich Hannover gegründet wurde und bis 1892 bestand.
  • drei großformatige Pläne einer Kaskade aus dem Garten von Marly bei Versailles von der Hand des hannoverschen Hofgartendirektors Friedrich Karl von Hardenberg.
Im Besitz der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek befinden sich:
  • eine großformatige Mappe mit Entwurfszeichnungen und Umbauvorschlägen für die „Neue Orangerie” im Großen Garten aus den 1720er Jahren. Eine wichtige Quelle, die den bisher nicht bekannten Entwurfsprozess dieses Überwinterungshauses für Kübelpflanzen dokumentiert.
  • Johann Christoph Volkamers „Nürnbergische Hesperides” (1708–14), ein Prachtwerk zur Zitruskultur mit handschriftlichen Anmerkungen und Erfahrungsberichten des Hofgärtners Georg Ernst Tatter (1689–1755).

Erschließung und Erforschung

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) und das Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Leibniz Universität Hannover haben vom Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Mittel zur bibliothekarischen und archivalischen Erschließung sowie zur wissenschaftlichen Auswertung dieser gartenhistorischen Bestände zur Verfügung gestellt bekommen.
Darüber hinaus kooperieren die Bibliotheken in Hannover, Frankfurt und Weimar, um die katalogisierten Bestände und Informationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Erschließung an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Die Sammlung der ehemals Königlichen Gartenbibliothek Herrenhausen umfasst mehr als siebenhundert gedruckte Werke (ca. 2.000 Bände) und 51 Konvolute Handschriften.
Sämtliche Drucke der Königlichen Gartenbibliothek wurden zunächst von den Mitarbeitern der drei kooperierenden wissenschaftlichen Bibliotheken in Hannover, Frankfurt und Weimar mit ihren Provenienzinformationen erschlossen. Sie sind damit über elektronische Bibliothekskataloge weltweit recherchierbar.

Ziel der Sammlungserschließung ist, den Gesamtbestand der auf drei Standorte verteilten Königlichen Gartenbibliothek mit ergänzenden Informationen als virtuelle Bibliothek im Netz verfügbar zu machen Eine Testversion ist freigeschaltet: www.buecherundgaerten.de. Auf diese Weise wird die ehemalige Dienstbibliothek der hannoverschen Hofgärten – trotz der Verteilung der Originale auf drei Standorte – als eine historisch gewachsene Sammlung sichtbar bleiben und die weitere Erforschung ermöglicht.

Das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur finanzierte Erschließungsprogramm ermöglicht die wissenschaftliche Erschließung der Bestände durch zwei Gartenhistoriker an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.

Der Gartenhistoriker Hubert Rettich hat im Jahr 2009 die wissenschaftliche Katalogisierung der Handschriften abgeschlossen. Dazu zählen 600 Zeichnungen und 700 getrocknete Pflanzen in Herbarien, die nunmehr der Forschung und der breiten Öffentlichkeit als aussagekräftige Quellen zur Geschichte der Herrenhäuser Gärten zugänglich sind.

Die Gartenhistorikerin Heike Palm erarbeitet bis zum August 2010 die Geschichte der Königlichen Gartenbibliothek Herrenhausen. Die überlieferten historischen Kataloge, ein Erwerbungsbuch und weitere Dokumente ermöglichen die Rekonstruktion der Entwicklung des Bücherbestands sowie eine Analyse seiner Zusammensetzung. Widmungen, Exlibris und handschriftliche Einträge geben Aufschluss über die Vorbesitzer (Provenienzen) und die Verwendung wichtiger Bücher als Arbeitsmittel der Gärtner. Die Ergebnisse der Recherche sollen den heutigen Lesern als ergänzende Information zugänglich gemacht werden und als Grundlage für vergleichende Analysen und Forschungen dienen.

Die Ergebnisse dieser Erschließungsprojekte sollen u. a. auf einer eigenen, webbasierten Plattform zugänglich gemacht werden.

Erforschung am Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur der Universität Hannover (CGL)

Die wissenschaftliche Auswertung erfolgt in einer ersten Stufe vor allem im Rahmen von zwei Promotionsvorhaben, die am CGL durchgeführt werden.

Das CGL hat zu den Themenfeldern

  • Die Entwicklung des Berggartens im Kontext botanischer Gärten in Europa – seine wissenschaftliche Bedeutung im Vergleich zu anderen Hofgärten und zu akademischen botanischen Gärten
  • Die Hofgärtner in Herrenhausen – Werk und Wirken unter besonderer Berücksichtigung der ´Gärtnerdynastie´ der Wendlands
zwei Promotionsstipendien für je zweieinhalb Jahre vergeben (01.01.2009–31.06.2011). Die Geschichte des Berggartens wird von Dipl.-Ing. Sophie von Schwerin untersucht. Die Hofgärtner in Herrenhausen sind Gegenstand des Promotionsvorhabens von Dipl.-Ing. Katharina Peters. Die Ergebnisse werden 2011 in der Schriftenreihe des CGL, CGL-Studies, Verlag Martin Meidenbauer München, veröffentlicht werden.

Workshop

Vom 18. bis 20. März 2010 fand der vom CGL und der GWLB gemeinsam ausgerichtete Workshop „Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen. Eine neue Sicht auf Gärten und ihre Bücher” in Hannover statt. Er diente vor allem auch der Vorbereitung weiterer Forschungsvorhaben.


Die Erforschung des Bestandes wird gefördert durch

Die Erwerbung des niedersächsischen Bestandes der Königlichen Gartenbibliothek Herrenhausen wurde durch folgende Stiftungen und Institutionen ermöglicht:

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ernst von Siemens Kunststiftung
Klosterkammer Hannover
Kulturstiftung der Länder
Niedersächsische Lottostiftung
Stiftung Niedersachsen
VGH-Stiftung

 

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