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leibniz

Differential-und Integralrechnung
Ausgehend von geometrischen Betrachtungsweisen gelang es Leibniz in der Zeit
von 1673 bis 1676 die seit Jahrhunderten anstehenden Probleme der Flächenberechnung
und der Tangentenbestimmung bei beliebigen, krummlinig begrenzten (stetigen)
Gebilden allgemein und universell zu lösen. Er bediente sich dabei vor
allem der Ähnlichkeit von charakteristischem Dreieck und geschickt gewählten
endlichen Dreiecken, der Komplementarität von Flächen- und Tangentenbestimmung
und der Reihenentwicklung von rationalen Ausdrücken. Auf diese Weise gelangte
er zu wichtigen Integraltransformationen, wie z.B.
 
zum Hauptsatz der Infinitesimalrechnung

und zu grundlegenden Potenzreihenentwicklungen, wie z.B.
,
aus der sich für x = 1 die sog. Leibniz-Reihe ergibt. Dabei führte
Leibniz auch die heute noch gebräuchliche Schreibweise für den Differentialquotienten
und das Integralzeichen ein. Die grundlegenden Differenziationsregeln publizierte
er erst 1684 in seiner berühmten Abhandlung Nova Methodus pro maximis et
minimis. Hinweise zum Kalkül der Integralrechnung folgten wenige Jahre
später.
Literatur: J.E.Hofmann, Leibniz in Paris 1672-1676. Cambridge 1974.
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