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Vortragsveranstaltungen

Prof. Rolf Wernstedt (Hannover):
Glanz und Elend der Politik in der Finanzkrise.
Donnerstag, den 18. Februar 2010, 19.00 Uhr.
Werner Kraft Vortragssaal der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover, Waterloostr. 8.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Zur Person

Geb. 1940; Studium von Geschichte, Philosophie und lateinischer Philologie in Göttingen und Heidelberg, 1966 Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen, danach bis 1972 im Schuldienst. 1972-1974 Akademischer Oberrat an der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen, Abt. Braunschweig, ab 1975 Lehrbeauftragter und seit 1989 Honorarprofessor am Institut für Politische Wissenschaft an der Universität Hannover.

Schwerpunkte der Lehre und Veröffentlichungen: Probleme des Parlamentarismus, Didaktik der Politischen Bildung, Bildungspolitik in Theorie und Praxis, Kulturelle Differenzen zwischen Ost und West in Deutschland, Vergangenheit als politisches Problem.

Seit 1969 Mitglied der SPD, Landtagsabgeordneter von 1974 bis 2003, Kultusminister von 1990 bis 1998, Präsident des Niedersächsischen Landtags von 1998 bis 2003.

Seit 2003 Präsident der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft.

Zum Vortrag

Seit dem Herbst 2008 sind wir Zeuge der dramatischsten Finanzkrise seit 1929/30. In einer beispiellosen Rettungsaktion haben die betroffenen Staaten einen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems, der unabsehbare Folgen für die Wirtschaft und die Staaten selbst gehabt hätte, verhindert.

Dies war eine Demonstration der Stärke der Politik gegenüber unkontrollierten Banken. Die Politik war gezwungen, mit Summen zu operieren, die ihr bis dahin unbekannt waren. Allerdings sind die Folgen bis heute nicht vollständig übersehbar.

Es schien, als ob die Lehre aus diesem Desaster, dass sich derartige Spekulationen nicht wiederholen dürfen und die Politik für die notwendigen Regulierungen sorgen müsse und wolle, international einhellig sei. Es ist jedoch bis heute nicht gelungen, international wirksame Regelungen zu formulieren und durchzusetzen. Damit werden die Legitimationsgrundlagen der Politik selbst in Frage gestellt. Eine solche Situation ist ökonomisch und politisch gefährlich.

Im Vortrag sollen die politischen Möglichkeiten und die Versäumnisse zur Beherrschung der Finanzkrise und ihrer politisch-ökonomischen Wirkungen diskutiert werden, sofern sie bis heute sichtbar sind.

Weitere Vortragsveranstaltungen

Prof. Dr. Oskar Negt (Hannover): Der Mensch als Prothesengott. Freitag, den 9. April 2010, 18.00 Uhr (Vortrag im Rahmen des Festivals der Philosophie in Hannover, Historisches Museum, Pferdestr. 6). ‒ PD Dr. Christian Schulze (Bochum): Leibniz’ Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitswesens ‒ Medizingeschichte als Hintergrundszenario. Donnerstag, den 15. April 2010, 19.00 Uhr. ‒ Prof. Dr. Michael-Thomas Liske (Passau): Nach Verwirklichung strebende Aktivkräfte versus schlummernde Potenzen ‒ Leibniz’ Konzeption des Vermögens. Donnerstag, den 6. Mai 2010, 19.00 Uhr. ‒ Prof. Dr. Irene Dingel (Mainz): Pierre Bayle und sein historisch-kritisches Wörterbuch. Donnerstag, den 20. Mai 2010, 19.00 Uhr. ‒ Prof. Dr. Hans Poser (Berlin; über Technodizee, präziser Titel wird noch bekannt gegeben). Freitag, den 4. Juni 2010, 17.00 Uhr (Vortrag im Rahmen einer Theodizee-Reihe, Historisches Museum, Pferdestr. 6).

(gez.) Dr. Wolfgang Dittrich, Februar 2010

 

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